Am 21. September 2026 fand auf unserem Werk-1-Gelände eine gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Meudt statt. Im Mittelpunkt stand ein simuliertes Unfallszenario bei der Entladung eines LKW – mit verletzten Personen, einem beschädigten IBC und austretendem Gefahrstoff.
Solche Übungen sind für uns ein wichtiger Bestandteil unserer Sicherheitsarbeit. Denn im Ernstfall zählt jede Minute. Gefahren müssen schnell erkannt, richtig eingeschätzt und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden.
Realistisches Szenario an der Laderampe
Für die Übung wurde ein typisches Unfallszenario simuliert: Ein LKW der UCM stand an der Rampe, während bei der Entladung ein Unfall passierte. Zwei verletzte Personen wurden dargestellt. Gleichzeitig wurde ein beschädigter IBC simuliert, aus dem Chemikalie austrat.
Für die Einsatzkräfte galt es, die Situation möglichst schnell zu erfassen, Gefahren zu erkennen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.
Gerade bei einem Chemieunfall ist die schnelle Identifikation des beteiligten Stoffes von besonderer Bedeutung. Je schneller bekannt ist, mit welcher Chemikalie die Einsatzkräfte es zu tun haben, desto gezielter können sie vorgehen – sowohl zum Schutz der eigenen Einsatzkräfte als auch zum Schutz von verletzten Personen und der Umwelt.
Zusammenarbeit im Ernstfall trainieren
Eine erfolgreiche Gefahrenabwehr funktioniert nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Deshalb geht es bei solchen Übungen nicht ausschließlich um die Arbeit der Feuerwehr.
Auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Ursa-Chemie muss im Ernstfall funktionieren. Wer übernimmt welche Aufgabe? Welche Informationen werden benötigt? Welche Gefahren bestehen vor Ort? Wie können wir als Unternehmen die externen Einsatzkräfte bestmöglich unterstützen?
Genau diese Fragen lassen sich bei einer realitätsnahen Übung praktisch erproben.
Nach solchen Übungen werden die Abläufe deshalb gemeinsam und kritisch betrachtet. Was hat gut funktioniert? Wo gibt es Verbesserungspotenzial? Welche Informationen oder Hilfsmittel werden im Ernstfall benötigt? Und an welchen Stellen können Abläufe noch optimiert werden?
Sicherheit durch regelmäßiges Training
Übungen helfen dabei, mögliche Schwachstellen zu erkennen und das richtige Verhalten für den Ernstfall zu festigen. Gleichzeitig geben sie allen Beteiligten die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und voneinander zu lernen.
Für die Ursa-Chemie ist das besonders relevant: Als Unternehmen der chemischen Industrie tragen wir eine besondere Verantwortung für die Sicherheit unserer Mitarbeiter, unserer Einsatzkräfte und unserer Umwelt.
Daher stellen wir unser Gelände auch für entsprechende Übungen zur Verfügung. Übungen mit der Feuerwehr aus Montabaur oder umliegenden Gemeinden finden regelmäßig statt. Gerade im Westerwald, wo verschiedene Unternehmen mit chemischen Stoffen arbeiten, ist es wichtig, dass Feuerwehren die Möglichkeit haben, sich mit den örtlichen Gegebenheiten und den besonderen Anforderungen von Chemieunternehmen vertraut zu machen.
Feuerwehr-Engagement unserer Mitarbeiter
Eine besondere Verbindung zur Feuerwehr gibt es auch innerhalb unseres eigenen Teams. Einige unserer Mitarbeiter engagieren sich aktiv bei der Feuerwehr.
Wir sind sehr froh, dass unsere Mitarbeiter diese wichtige Tätigkeit ausüben und ihre Erfahrungen auch bei Einsätzen einbringen können. Gerade bei Einsätzen in chemischen Betrieben können praktische Kenntnisse aus dem Arbeitsalltag und Erfahrungen im Umgang mit chemischen Stoffen eine wertvolle Unterstützung für die Einsatzkräfte sein.
Für uns bedeutet Sicherheit deshalb nicht nur, technische Maßnahmen und Notfallpläne bereitzuhalten. Sicherheit bedeutet auch, gemeinsam zu üben, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Die Übung mit der Feuerwehr Meudt hat erneut gezeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung und ein eingespieltes Zusammenspiel aller Beteiligten sind. Denn wenn es wirklich darauf ankommt, sollte jeder wissen, was zu tun ist.



