Neue Stickstofferzeugungsanlage bei der Ursa-Chemie

Neue Stickstofferzeugungsanlage bei der Ursa-Chemie

Die Ursa-Chemie optimiert konsequent, um Produktionsprozesse effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten. Ein aktuelles Projekt: unsere neue Stickstofferzeugungsanlage.
Die Entscheidung hierfür entstand aus einem klaren Kostenoptimierungsansatz – und bereits jetzt bestätigt sich, dass dieser Schritt genau der richtige war.

Warum ein eigener Stickstofferzeuger?

Bei einer detaillierten Analyse zeigte sich, dass ein erheblicher Anteil unserer bisherigen Kosten durch Miete und Fracht der Stickstoffbündel verursacht wurde. Diese Ausgaben waren dauerhaft, und daher ideal geeignet, um Einsparpotenziale zu heben.

Mit der Umstellung auf die Eigenerzeugung können wir diese Kosten ab sofort reduzieren. Zusätzlich nutzen wir für den Betrieb Strom aus unserer firmeneigenen PV-Anlage, wodurch die Produktion besonders nachhaltig und ressourcenschonend erfolgt.

Technik, auf die wir setzen – leistungsstark und zukunftssicher

Für die Stickstofferzeugung arbeiten wir mit technologisch hochwertigen Komponenten, die zuverlässig, effizient und für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt sind:

  1. Drucklufterzeugung

Die benötigte Druckluft wird durch einen ölfreien Scrollkompressor erzeugt.
Leistung: ca. 880 l/min
Die Ölfreiheit sorgt für maximale Reinheit und Prozesssicherheit.

  1. Stickstofferzeugung über PSA-Technologie

Die Druckluft wird anschließend in einen PSA-Stickstoffgenerator eleitet.
Leistung: 16 m³/h
Der Generator liefert einen Ausgangsdruck von ca. 5 bar.

  1. Hochdruckverdichtung für die Bündelbefüllung

Um den Stickstoff wie gewohnt in Bündel abfüllen zu können, werden die 5 bar mittels eines Hochdruckboosters auf bis zu 300 bar verdichtet.

Damit können wir die bestehende Infrastruktur ohne Anpassungen weiter nutzen – ein entscheidender Vorteil in Bezug auf Projektkosten und Umsetzungsdauer.

  1. Starker Partner an unserer Seite

Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit Druckluft Schorsch, unserem langjährigen Partner für Druckluft- und Stickstofftechnik.
Seit über 30 Jahren liefert das Unternehmen Lösungen – vom kleinen Kolbenkompressor bis zur industriellen Komplettstation.
Besonders wertvoll ist der 24-Stunden-Notdienst, der uns zusätzliche Betriebssicherheit bietet.

Schnelle Effekte und kurze Amortisation

Durch den Wegfall von Miet- und Transportkosten entsteht ein unmittelbarer positiver Effekt auf der Kostenseite. Die Investition amortisiert sich in unter drei Jahren, je nach Auslastung sogar schneller. Das war ein wesentlicher Grund, warum die Entscheidung für die Eigenproduktion so zügig getroffen wurde. Aufgrund der allgemein steigenden Kosten setzt Ursa-Chemie alles dran, diese möglichst einzudämmen, um auch unsere Kunden vor übermäßigen Kostensteigerungen zu bewahren. Dies ist sicherlich nicht in allen Bereich zu realisieren, aber dort wo eine Realisierung möglich ist, reagiert Ursa-Chemie schnell.

Versorgung beider Standorte und Zukunftsreserven

Die neue Anlage wurde bewusst etwas größer ausgelegt, als unser aktueller Bedarf erfordert. Dadurch können wir nicht nur zukünftige Entwicklungen abdecken, sondern auch beide Standorte der Ursa-Chemie zuverlässig mit Stickstoff versorgen.

Testphase und Skalierungsplanung

Zum Start wurden vier Bündel angeschafft. Erste Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass wir für den optimalen Rundlauf vermutlich sechs bis acht Bündel benötigen werden.
Daher planen wir, Anfang 2026 zwei weitere Bündel nachzubestellen – und anschließend erneut zu evaluieren.

Fazit

Mit unserer neuen Stickstofferzeugungsanlage setzen wir ein starkes Zeichen für Effizienz, Nachhaltigkeit, Versorgungs- und Planungssicherheit. Die Eigenproduktion macht uns unabhängiger, wirtschaftlicher und technologisch zukunftssicher – ein echter Meilenstein für die Ursa-Chemie.